Eigentlich war alles klar: erste Brotzeit 2026, 9. Januar, 19 Uhr, Klitten, volles Programm. Doch dann kam der Montag davor – und mit ihm die Hiobsbotschaften: beide Hauptamtlichen sowie der Prediger verhindert, kurz gesagt: Plan A im Krankenbett und die Brotzeit kurz vor der Absage.


Aber: Keine Brotzeit? Keine Option! Das dachten sich auch Jeremias und Stephan, unsere Vorstandsvorsitzenden der Jugendscheune. Noch am Montag wurde getagt, telefoniert, organisiert – und innerhalb von nur vier Tagen eine „Mini-Brotzeit“ aus dem Boden gestampft. Spoiler: Mini war daran eigentlich nur der Name.
Unzählige Telefonate später: der neue Ort Gemeindehaus Diehsa, ein starkes Orga-Team, eine gut funktionierende Band, mehrere Workshopleitende und weitere Helfende standen plötzlich bereit – voller Energie und mit einer klaren Botschaft: Brotzeit muss sein.
Am Freitag legte dann auch noch das Wetter eine Extra-Challenge drauf: schneebedeckte Straßen, rutschige Wege, winterliche Warnstufe. Manch einer hatte ja seinen Spaß beim Driften. Doch alle kamen gut an – und auch wieder sicher nach Hause. Bewahrt unterwegs, getragen im Gebet – und mitten im Schnee eine warme Brotzeit.

Ulli brachte uns mit seiner spritzigen Art einen starken Impuls zur Jahreslosung aus Offenbarung 21,5 mit: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ Wer eine Modelleisenbahn kennt, konnte das genutzte Bild besonders gut nachvollziehen: Wir müssen unsere Weiche neu stellen, so wird unser Negativ-Gleis nicht mehr mit Energie versorgt, und wir können mit Gott auf dem Gleis unterwegs sein, das uns mit allem versorgt, was uns zum Guten dient. Passender hätte es für heute kaum sein können – wenn das kein Zeugnis ist.


Auch die Band sorgte mit neuen Liedern für satten Lobpreis, Workshops luden zum Tanzen, Singen, Plaudern und Kreativität ausleben ein. Das Küchenteam versorgte uns mit Nudelsalat in vegetarisch und vegan, Würstchen und Grillkäse. Und weil wir Menschen ja gern denken, es könnte nicht reichen, wurden zusätzlich diverse Kuchen, Brote und Brötchen organisiert. Ergebnis: Essen für mindestens viermal so viele Gäste wie tatsächlich da waren. Typisch Gott eben – er gibt mehr als wir brauchen.
Und falls doch jemand nicht satt wurde – wir hätten da noch Kuchen, Brote und Brötchen fürs ganze Wochenende übrig gehabt. Vielen Dank für diese spontanen und großzügigen Spenden der Bäckereien Gisa in Zodel und Bieneck in See, die uns nur mit dem Besten versorgten.
Halten wir fest: eine tolle Location, viele nette Gäste, sogar die Ältesten der Kirchgemeinde Diehsa vor Ort, viel Zeit für Begegnung, ein starkes Miteinander – und am Ende waren sich alle einig:
Diese „Mini-Brotzeit“ war ganz groß.
Einfach genial.
Bericht: Simone Arnold-Lehr // Bilder: Simone Arnold-Lehr & Sandro Gratzke

