In den drei Worten steckt etwas, dass uns bekannt ist: Das wichtige Hoffen und der Zweifel, der im Hintergrund Unsicherheit sät. Gewisser Maßen mit Unsicherheit ging am Freitag auch der Brotzeit-Aufbau los. War doch scheinbar die Moderation dieses Mal ungeklärt. Die Band mit neuer Besetzung sowie die Frage: Hat findet ausgelegte Monatsspruch seinen Platz ins Leben?
Freude und Klarheit ersetzten die Skepsis.


Mit Charlotte und Christiane hatten sich zwei Gemeindekirchenratsmitglieder frisch, fromm und fröhlich getraut, die Brotzeitgemeinde durch den Abend zu führen. Auch im Predigerinterview standen sie mit ihren Ideen und Fragen, vergangener Traktor- und Werkzeugfragen, in nichts nach und mitten im Leben.
Doch was war das? Beim ersten Lied hämmerte es in den Ohren der Teilnehmer. Seit drei Monaten besitzt Philip ein Schlagzeug und saß nun in der Band. Am Ende des Abends waren Stimmen zu hören, die sich fragten: Was, das macht er erst drei Monate? Wie konnten wir denn die letzten Monate, gar Jahre, ohne Schlagzeug sein? Es war eine Freude, die gute Liedauswahl mit Bandleader Samuel sowie Lucy, Fides, Magda, Judith, Jonathan, Stephan und Thomas an der Technik welche den Gemeindegesang bestens begleitet zu erleben.
„Eine der besten Brotzeiten mit dieser Band“, bemerkte jemand während der Abbauphase.


Aus dem Hebräerbrief kam der Predigtvers als Geländer für den Mai und darüber hinaus: „Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang“. Gott ist Anker, und der Ankergrund, der Boden, auf dem der Anker hält, zugleich. Warum dieses Bild? Weil Wellen und Wind, ja sogar Sturm, auf dem See bedrohend erlebbar sind. Das war damals wie heute bekannt. Gleichzeitig holt der Vergleich uns Menschen in der Gegenwart ab.
Was konkret die Wellen, Winde, gar Stürme der gut 60 Teilnehmer in Diehsa sind, tippten sie anonym in ihr Smartphone ein, und der Beamer machte es sichtbar. Krass, was da alles stand.
Unverkennbar: Junge Christen sind mit allen Nöten und Sorgen mitten in der Welt – wenngleich nicht auf sich selbst gestellt.

Denn Gott ist treu, hat für sich selbst einen Eid abgelegt und versprochen, uns, dir, in Jesus entgegenzukommen. Jesus – die Ankerkette, deine Verbindung zum Vater in allem Scheitern, in aller Not. Der Anker ist unter Wasser und hält. Gott ist für die Augen unsichtbar, aber er hält, was er verspricht. Seine Worte und damit wir auch für einander sind die Ermutigung nicht aufzugeben.
In der Gebetszeit ging es durch Simones Vorbereitung um Hoffnung für jeden einzelnen Weg, für konkrete Dinge in der Region, Frieden in der Welt und um Segen für den Dachdecker Grassi, für den wir mehr als nur Kollekte sammeln wollen.


Die Workshops boten erneut Vielfalt. Einblicke in Licht- und Tontechnik stellten Vater und Sohn Liebig zur Verfügung. A5, als Gehörlosenpfarrer im Kirchenkreis, vermittelte in der vollbesetzten Hütte coole Basics. Philipp lud zum Volleyball ein, sein Bruder Max an die Drechselbank,


Frau Micke, Fiete, und Christiane rockten mit selbstgemachten Brotaufstrichen die Küche für die große Brotzeit, während Hagen für die Schar der Leckermäuler die heißen Voraussetzungen für das Stockbrot schaffte. Nach den Infos u.a. zu den noch freien Rüstzeitplätzen in der Region kam der Segen. Auf das eigentlichen Finale dem Segenslied – forderte die Brotzeit-Gemeinde Zugabe von der Band. Wunderbar! Was für eine hoffnungsvolle Botschaft von Gott, was für ein hoffnungsvoller Abend – gestärkt, ermutigt für den Weg, geht’s bis zum 12. Juni zurück in die eigene Lebenswelt. Danke dir, Gott, und allen, die mitgewirkt haben!


Bilder aus der Luft und vom Boden: Heiner.