… auch wenn er nun nicht mehr da ist.
Wenn wir an Peter und seinen Dienst rund um Melaune 42 – Kirchengemeinde und Jugendscheune denken, dann fallen uns zu erst Eigenschaften wie: liebevoll, umsichtig, treu, bescheiden, verlässlich und akkurat ein.

Sein ziemlich letztes Projekt. Renovierung des Gemeinderaumes
Bis zum Einsetzen seiner körperlichen Einschränkungen war er als Hausmeister die gute Seele auf dem Grundstück. So vieles vor Ort und vieles, was für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen rund um die Jugendscheune Melaune geschah, wurde durch seine goldenen Hände möglich gemacht. Seine Spuren sind an so vielen Stellen zu finden.

An vielen der jährlichen Mitarbeiterausflüge nahm er mit Freude, Interesse und oft auch staunend teil. Die wohl bedeutendsten Ereignisse aber waren zwei größere Reisen.
2017 war Peter Teil der jährlichen Rüstzeit in Rumänien. Als kleines Dankeschön für seinen treuen Dienst luden wir ihn dazu ein. 17 Tage. 17 junge Leute und Peter. Wie würde das werden bei diesem großen Altersunterschied? Es wurde einfach genial. Die Gruppe, dass biblische Programm in einer Zigeunersiedlung, dass Erleben von Gemeinde, eine 24-Kilometer-Bergwanderung an einem einzigen Tag, Zelten am See, Baden in einem Salzsee und vieles mehr – all das hat Peter unheimlich gutgetan. Und vor allem: Peter hat der Gruppe gutgetan. Beide Seiten waren wohl überrascht, welche guten Auswirkungen diese Begegnung hatte. Noch lange danach hat er davon geschwärmt. Es war wie ein warmer Landregen für ihn.

Und ja – genörgelt hat er auf seine liebenswerte Art auch ein bisschen. 😊 Viele Stunden im Bus zu sitzen, waren nicht so sein Ding. Einen anderen Ort zum Sitzen und Reisen erlebte er zwei Jahre später: Mit dem Flugzeug ging es von Dresden über München für ein Wochenende nach Debrecen in Ungarn. Ein Partnerschaftstreffen verschiedener Kirchengemeinden und des Jugendscheune-Vereins stand auf dem Programm. Peter war im wahrsten Sinne des Wortes mit an Bord. Mit Hilfe von Übersetzern gelang es, Zugang zur fremden Sprache, zu den Menschen und zur Kultur zu bekommen.
Ob auf dem riesigen Münchner Flughafen, bei Erkundungen vor Ort oder in Begegnungen mit den Menschen – Peter war neugierig, offen, interessiert und fröhlich dabei. Erfüllt, dankbar und froh, wieder heil gelandet zu sein, waren diese Tage wohl ein ganz besonderer Höhepunkt seines Lebens.
Im Namen unzähliger Kinder und Jugendlicher, der Kirchengemeinde und des Jugendscheune-Vereins, für die er so oft im Verborgenen tätig war, sind wir dankbar.
Wir vertrauen darauf, dass Gott sich über ihn erbarmt hat und Peter einen Platz bei ihm gefunden hat.
Die Beerdigung findet am Freitag, den 29. Mai, um 12 Uhr im Friedwald Deutsch-Paulsdorf statt. Die Trauerfeier findet anschließend in der Alten Wassermühle in Melaune statt.
Herzliche Einladung dazu.
Vorstand Ev. Jugendscheune Melaune e.V. & Ortskirchenrat Melaune
