Bericht: Benedikt Aey
Fotos/Video: Florian Gaertner
Am Freitag, dem 17. Juli 2026, brachen wir als Rüstzeitgruppe zu achtzehnt auf, um gemeinsam nach Nagygalambfalva zu fahren. Nach über 1200 km Fahrt, einer Übernachtung in Oradea und vielen lustigen Gesprächen kamen wir am späten Samstag Nachmittag an. Wir wurden herzlich vom Pfarrer Gyuri, den Küchendamen, der IKE Gruppe und vielen anderen Menschen in Empfang genommen. Nach unserer Ankunft bezogen wir erst einmal den Kindergarten und luden alle unsere Sachen aus. Nach dem Abendessen fuhren wir zum Sportplatz, wo wir auf die IKE Gruppe trafen und mit ihnen Fußball spielten. Nach einigen tollen Stunden mit ihnen, einer angenehmen Dusche, sowie einer Gute-Nacht-Geschichte war nun der erste Tag in Rumänien für uns beendet. Am Sonntag gingen wir alle gemeinsam in den Gottesdienst, wo wir die Gemeinde begrüßten, uns vorstellten und nochmal erzählten was wir in der folgenden Woche so vorhatten. Am Nachmittag trafen wir nun wieder auf die IKE Gruppe mit der wir Kennlernspiele spielten und gemeinsam Zeit verbrachten. Im Anschluss hatten wir unsere erste gemeinsame Tagesbesprechung für das Programm, was am folgenden Tag startete, damit jeder wusste, wer für den jeweiligen Tag verantwortlich ist und was jeweils geplant war. Danach fuhren wir nun auch das erste Mal gemeinsam in die Siedlung und bauten die Zelte auf. Als alles aufgebaut war, gab es Abendessen und wir verbrachten den Abend wieder gemeinsam mit der IKE und spielten zusammen Spiele.
In den Montag starteten wir nun mit einem guten Frühstück und einer stillen Zeit in der Kirche. Danach sammelten wir alles zusammen und fuhren für das Programm in die Siedlung. Neben der Bibelgeschichte bastelten wir Hüte und machten einen Parcours mit den Kindern. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einer kleinen Mittagspause teilten wir uns in unsere Tagesgruppen und die IKE zeigte uns ihre Lieblingsplätze im Dorf. Einige schauten sich ein Baumhaus an, manche besuchten eine Kartbahn und andere wiederum waren Lángos essen. Als wir alle wieder im Pfarrhof ankamen, wurden wir durch Stephan überrascht, der die weite Strecke auf sich genommen hat, um mit uns das 20-jährige Jubiläum der Jugendscheune zu feiern. Nach der Tagesbesprechung für Dienstag ließen wir den Abend am Sportplatz gemeinsam ausklingen.
Den Dienstag begannen wir wie gewohnt mit dem Frühstück, der stillen Zeit in der Kirche und dem gemeinsamen Zusammensuchen der Utensilien für den Tag. Dieses Mal spielten wir Brückenhasche in zwei Gruppen mit den Kindern und bastelten kleine Spieletaschen, auf denen die Spiele „Tic-Tac-Toe“ und „Mensch ärgere dich nicht“ aufgemalt wurden. Den Nachmittag verbrachten wir bei sommerlich warmen Temperaturen an einem Badesee, wo wir badeten, Spiele spielten und einfach die Zeit genossen. Der Mittwoch verlief für uns anders als geplant. Wir gingen nicht wie gewohnt vormittags in die Siedlung, sondern verschoben dies auf den Nachmittag, da es wie aus Eimern geregnet hatte. Statt dessen bekamen wir durch Gyuri eine Kirchen Führung, in der er uns viele kleine Details näher brachte. Im Anschluss wollten wir ursprünglich mit der IKE gemeinsam Zeit verbringen und Lieder singen, was aber durch eine spontane Sidequest verschoben wurde. Wir wurden gefragt ob wir dabei helfen können, etwas mehr als 40 Bienenkörbe, aus einem Bienen-Lkw an einen neuen Standort zu transportieren. Nach dem Mittag und einer kleinen Pause konnten wir nun in die Siedlung fahren und unseren Schultag abhalten. In den Fächern Chemie, Physik, Musik und Sport konnten die Kinder etwas über das Hebelgesetz lernen, ein neues Lied einstudieren, viele verschiedene Experimente ausprobieren und einen Parcours bewältigen.
In den Donnerstag starteten wir wieder wie gewohnt am Vormittag in der Siedlung. Wir spielten mit den Kindern eine abgewandelte Version von „Feuer-Wasser-Sand“, die zum Bibelprogramm passte, und bastelten Ähren. Nachmittags, bis in den Abend hinein, trafen wir uns mit der IKE im Kulturhaus, wo sie uns ihre traditionellen Tänze zeigten und mit uns zusammen tanzten. Am Freitag, unserem letzten regulären Tag in der Siedlung, begannen wir damit, dass wir mit den Kindern Blumen sammelten und das Programm vorbereiteten. Danach bastelten die Kinder Bürsten, die sie auch bemalen durften. Im Anschluss teilten wir die Kinder in zwei Gruppen, von denen die erste einen ”Gordischen Knoten” bildete und die andere „Reise nach Jerusalem“ spielte. Am Nachmittag sangen wir mit der IKE deutsche und ungarische Lobpreis-Lieder. Im Anschluss fuhren wir wieder in die Siedlung und schauten einen Animationsfilm über Moses Leben. Viele der Kinder und Erwachsenen schauten sich den Film gespannt an. Samstags gingen wir mit den Kindern in der Siedlung nochmal den Inhalt des Bibelprogramms durch und verabschiedeten uns von Ihnen mit dem Segen und ließen Luftballons steigen. Danach räumten wir auf und durften uns noch einmal die Siedlung anschauen. Mit viel Gastfreundschaft begrüßten uns die Menschen bei sich zu Hause und zeigten uns, wie sie lebten. Am Nachmittag fuhren wir auf einem Traktoranhänger auf einen Berg. Dort spielten wir, bei atemberaubender Aussicht, Volleyball und quatschten viel miteinander. Am Sonntag ging es dann wie gewohnt in den Gottesdienst, wo wir ein Video über die erste Woche zeigten, und die Leute sehen konnten, was wir gemeinsam erlebt hatten. Außerdem bekam Tamas den Staffelstab als neuer Freiwilliger der Jugendscheune überreicht. Am Nachmittag hatten wir die Chance, mit einer Pferdekutsche und zwei Bussen zu einer Hirtenfamilie zu fahren. Bei ihnen hatten wir die Chance, zahlreiche Tiere zu sehen, wobei von Hunden, Pferden, Schafen, Hühnern und Hasen, bis hin zu Schweinen, alles dabei war. Außerdem zeigten sie uns auch, wie sie lebten und was alles zum Leben als Hirte dazugehöre, aber auch, wie man Käse produziert. Nach den vielen neuen Eindrücken und Begegnungen, war das Ziegenmelken wohl ein kleines Highlight.
In der zweiten Woche der Rüstzeit sind wir nach Gyimes gefahren. Dort hat uns der Bürgermeister eine Grundschule zur Verfügung gestellt, in der wir schlafen durften. Daneben, auf einer Wiese, haben wir dann jeden Tag gekocht und gemeinsam gegessen. Es gab auch einen Fluss, in dem wir baden konnten. Am Dienstag sind wir zur ehemaligen Grenze von Österreich – Ungarn zu Rumänien gefahren. Heute befindet sich dort ein Museum in einer Burgruine. Mittwoch war unser Wandertag und wir sind durch das Gyimes-Gebirge gewandert. Oben auf einem Berg haben wir Mittag gegessen und eine Andacht gehalten. Am darauffolgenden Tag ging es für uns mit einem Zug durch die Landschaft von Rumänien. Anschließend haben wir eine Fahrt mit einer Sommerrodelbahn gemacht. Das Abendbrot gab es an diesem Tag in einer Gaststätte. Hinterher konnten wir uns ungarische Volkstänze im Kulturhaus ansehen und durften später sogar mittanzen.
Am Freitag ging es für uns wieder nach Nagygalamfalva. Unterwegs haben wir einen Halt in einem Kloster gemacht, wo wir uns mit einem Mönch unterhalten haben, und wo wir unsere tägliche Andacht halten konnten. Am Abend fand ein Dorffest mit Musik und Tanz statt, welches wir besucht haben. Am Tag darauf mussten wir uns schon wieder von allen in Nagygalambfalva verabschieden und anschließend zur Fahrt nach Hause aufbrechen. Auf dem Weg durch Ungarn hatten wir plötzlich einen Platten und kamen mit etwas Verspätung in Melaune an. Es war eine wunderschöne Zeit, die wir mit Gott und als Gruppe verbringen durften. Wir haben viele schöne und aufregende Dinge erlebt, wir haben viel gesehen und Neues gelernt. Wir haben viele verschiedene Menschen getroffen, deren Geschichten wir gehört haben und mit denen wir uns unterhalten durften. So blicken wir dankbar auf diese Rüstzeit zurück und danken Gott, der uns auf unserer Reise stets begleitet hat.
Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren